Bericht


«Ryybutzete 03, Basel»


15 Taucherinnen und Taucher des Tauch-Clubs Delphin Schaffhausen waren am 13. September als Flusstauchspezialisten im Einsatz.

Die Flusstauchspezialisten von Schaffhausen waren es auch, die in den Fluten des Rheins bei Basel anlässlich der «Ryybutzete 03» einen Geländewagen entdeckten und zur Bergung vorbereiteten. Auch ein längst vermisster antiker Bugspitz eines Rheinschiffes und zwei Speerspitzen der sitzenden Helvetia-Statue wurden von ihnen geborgen. Ein ganz heisses Eisen war die durchgeladene Pistole, die der Polizei übergeben wurde. Sie wird mit grosser Wahrscheinlichkeit einem Beziehungsdelikt der letzten Wochen zugeordnet. Die Geldkassetten und ein Kleintresor waren leider alle schon geplündert.
In enger Zusammenarbeit mit Tauchgruppen der IG Basel, Fischern des kantonalen Fischereiverbandes, Polizei- und Feuerwehrdiensten sowie weiteren Behörden und Vereinen waren um 250 Personen an der Aktion beteiligt. Um den Schrott einzusammeln waren 3 Motorboote, 6 Transportboote, 9 Weidlinge und das Kranschiff Merlin aufgeboten. Das Feuerlöschschiff Florian und das Polizeiboot Attila sorgten für Sicherheit.
Die Ausbeute konnte sich nach vier Stunden Knochenarbeit beim Sammelplatz am Rheinufer sehen beziehungsweise auch riechen lassen: Gut 28 Tonnen Kulturgüsel wurden dem armen Rhein entrissen! Fahrräder wurden gleich im Dutzend mit dem Kran herausgehoben. Flaschen füllten im Nu ganze Container (unser Lindli lässt grüssen!). Überbleibsel von Brücken- und Strassenbau forderten die ganze Aufmerksamkeit der Taucher, denn eine Verletzungsgefahr bestand immer. Für alle Fälle wurden den Tauchern vorab säurebeständige Arbeitshandschuhe verteilt. Während die grossen Lastschiffe mit beeindruckendem Schub durch das niedrige Wasser pflügten, konnten jedoch auch noch viele lebende (!) Fische beobachtet werden. Zwar sei das Wasser nicht ganz so klar wie in Schaffhausen, dafür gesünder, weil schon alle Medikamente drin seien, wurde gespottet. Gesund und zufrieden zwar, aber «total kaputt» kehrten alle Beteiligten um Mitternacht nach Schaffhausen zurück.