25.9. -1.10.2011

Nostalgieferien auf Elba mit dem TCDS Slideshow

Vor 42 Jahren, als der Tauchclub Delphin noch in den Kinderschuhen steckte, verbrachten die meisten Clubmitglieder ihre Ferien auf Elba und verdienten sich ihr 2**-Brevet bei SUBEX unter der Leitung von Walter Guggenbühl, den wir rein zufällig in der Barbarossa-Bucht nach 4 Jahrzehnten wieder treffen.

Dieses Jahr zieht es 15 Delphine, darunter einige der „ersten Stunde“, auf die drittgrösste Insel Italiens.

Elba, zum Toskanischen Archipel gehörend, liegt nicht gerade vor der Haustür und so starten wir samstags bei Nacht und Nebel gen Süden und nehmen die 775 km zügig unter die Reifen. Nach 8 Std. grüsst Piombino und die Fähre bringt uns in ca. 45 Minuten nach Rio Marina. Hier findet gerade ein Etappen-Rennen der Oldtimer-Boliden statt und die hochtourigen Wagen zeigen uns in den Kurven, was sie so drauf haben.

Unsere Apartments finden wir in einem renovierten Bauernhaus. Sie sind einfach aber zweckmässig eingerichtet.

Die altehrwürdige SISTO der Tauchbasis OMNI SUB (vormals SUBEX) tuckert mit uns bereits am Sonntag zum ersten Tauchgang der Küste entlang. Die sanitären Anlagen sind etwas bescheiden. Kapitän Uwe klärt seine neuen Gäste auf: „Die Damen steuerbord, die Herren backbord“. Der guten Stimmung tut das keinen Abbruch, hatten wir doch die gleichen sanitären Einrichtungen schon vor 40 Jahren. Zugegeben, das Mittelmeer ist kein tropisches Gewässer, doch gehören in den Tauchgebieten neben schillernden Fischschwärmen auch grössere zum Bild. Barakudas und Muränen kreuzen täglich unseren Weg. Und wer sich Mühe gibt, findet Langusten oder einen Gabeldorsch im Versteck. Selbst ein Knurrhahn zeigt uns seine imposanten blauen Brustflossen. Herrliche Gorgonienfelder laden zum Fotografieren ein. Die Sicht ist gut und wer immer mal einen Blick ins Blaue wirft, sieht Brassenschwärme durchs Meer ziehen. Die ganz Grossen, wie Delfin oder Mondfisch, sind uns leider nicht vergönnt. Die Sprungschicht flimmert auf ca. 25 m. Weiter unten kann es bei 15° C ungemütlich werden, doch der „Heimweg“ führt hinauf ins warme Wasser.

Uns interessiert nicht nur die Unterwasserwelt. Ein Tagesausflug zum Monte Capanne, mit 1019 m der höchste Berg Elbas, wird eingeplant. Allein die Körbli-Seilbahn ist der Hit! Zwei Personen haben im Käfig Platz, müssen während der Fahrt auf- und abspringen und dürfen zusammen nicht mehr als 200 kg wiegen. Wer zu viel auf die Waage bringt, steht allein im Korb. Oben angekommen, ist die Aussicht – so man sie hat – faszinierend.

Weniger faszinierend ist der erste Tauchgang eines Kollegen. Die Bootsleiter gibt seiner bereits lädierten Rippe den Rest. Somit sind die Tauchferien für ihn gelaufen. Ein zweites Mitglied reist bereits wegen einer Knieoperation mit Stöcken an.

Nun ja, es waren Nostalgieferien – und wir haben sie trotz allem genossen.

Elba ist immer noch eine Reise wert.

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Text: Sigrid Farner
Bilder: Paul und Sigrid Farner