Mit sanftem Knirschen setzt das Fährboot am Ufer auf. Hektisches Treiben, Wortfetzen und
Lichtblitze ergeben eine gespenstische Szene in stockdunkler Nacht. Die Gruppe macht sich
einsatzklar zum Club-Nachttauchgang 2009. Das Boot treibt zurück in die Dunkelheit.
Hee,
das sind mini Flössä! Hock mer nid uf d’Maskä! Geil, mini neu Lampä? Joo, aber nu wenn
mer nid grad id Nasälöcher ufä zündsch.
Gar nicht immer so einfach, sich in der Dunkelheit
auszurüsten und einsatzklar zu machen. Fläschä offä – Finimetercheck ok > gömmer!
Watschelnde
Schritte mit beflossten Füssen ins Wasser. Zischen und Blubbern eines Lungenautomaten.
Nach paar Minuten ist wieder totale Stille eingekehrt.
Sanft lassen wir uns ins glasklare Wasser gleiten.
Eine leichte Strömung erfasst die 2er
Gruppen und lässt sie über den Grund schweben.
Schon bald kommen die ersten Fische ins
Scheinwerferlicht. Vom kleinen Stichling über Äsche, Barbe, Drüsche, Egli, Forelle bis zu
den Hechten in jeglicher Konfektionsgrösse, heute Nacht sind sie alle da. Das Wasser hat
dieselbe Temperatur wie die Luft draussen. Bei den 12 Grad sind die Fische aber noch sehr
agil und verschwinden lebhaft aus dem Gesichtsfeld. Ein neugieriger Hecht kommt immer
wieder zurück in den Lichtkegel. Die sich in der Strömung wiegenden Ranunculusfelder geben
kleinen Fischschwärmen gute Deckung vor den Räubern.
Die Zeit vergeht wie im Fluge
und schon bald sehen wir schon aus 6 m Tiefe die Lichter am Ufer des Ausstiegs.
Die Gruppe wird beim TaKo zurückgemeldet, raus aus dem Pluddi und ab unter die Dusche.
Jaja, ein wenig Komfort darf bei uns Delphinen schon sein, denn drinnen wartet auch schon
der gedeckte Tisch mit Spaghetti à discretion, will heissen: Essen soviel wie reingeht!
Diese
Nachtübung mit anschliessendem kameradschaftlichen Zusammensein hat eine lange Tradition.
Wir gönnen uns diese schon seit Jahrzehnten und möchten es nicht missen. Also dann,
en Guätä und bis nächstes Jahr!